Fußballmärchen

14. Juni 2018

 

foto Es gibt sie noch, die Fußballmärchen und zu Pfingsten durften wir eines direkt vor unserer Haustür erleben. Nach dreißig Jahren holte die Eintracht wieder einen Titel. Gegen einen vermeintlich haushoch überlegenen Gegner.

Nicht einmal manche der eigenen Fans räumten der Eintracht vor dem Spiel große Chancen ein gegen die Bayern, gegen die die Eintracht wenige Tage zuvor in der Bundesliga noch deutlich verloren hatte. Und das war nach einigen Ausfällen noch nicht einmal die Stamm-Riege der Bayern.

Fredi Bobic sagte nach dem Spiel, dies sei ein epochaler Sieg. Epochal trifft es ziemlich.

Wie im Traum. Die ganze Stadt war im Ausnahmezustand, selten haben so viele Menschen in Frankfurt jemandem einen solchen Empfang bereitet. Nahezu entlang der gesamten Strecke vom Flughafen standen schon Stunden vor der Ankunft Menschen, die der Eintracht und ihrem Trainer zujubeln wollten. 

Die Bilder, die ich hier zeige, sind vermutlich in dieser Form tausendfach entstanden während der zweistündigen Fahrt zum Römer, so viele Menschen mit Telefonen und Kameras säumten den Weg. In meinem Fall mussten die Bilder erst entwickelt werden und das Ereignis ist längst nicht mehr aktuell.

Dennoch sind mir die Bilder lieb und teuer denn ich konnte dabei sein, als die Eintracht von dem tags zuvor im TV gesehenen Spiel heimkehrte. Besondere Augenblicke, Trainer und Spielern auch nur für einen Moment derart nah zu sein und die Freude mit ihnen und so vielen anderen Menschen teilen zu können. 

Den Spielern ist vielleicht auf dem Weg durch diesen Jubel erst wirklich klar geworden, was sie erreicht haben und wievel Aufmerksamkeit sie nicht nur bei ihren Fans geniessen. Umgekehrt ist es ihnen hoch anzurechnen, dass sie so viel Nähe zu ihren Fans bewiesen haben. 

Hut ab vor der epochalen Leistung dieser Mannschaft und diesem Trainer. Das Daumendrücken hat sich gelohnt.

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Fotos:
Frankfurt, 20. Mai 2018
Kodak Portra 400, Summicron-M 28





 

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